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Stadtgedächtnis Friedrichshafen

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Für die Stadt Friedrichshafen relevante historische Ereignisse - nach Jahr

Von Altbuchhorn bis zur Auseinanderentwicklung von Buchhorn und Hofen

Wurzeln der Stadt reichen zurück bis zur Gründung des Alemannendorfs Alt-Buchhorn im 5. Jahrhundert.
Vor 1241 erhielt Buchhorn die Stadtrechte, um 1275 wurde der Status einer Freien Reichsstadt bestätigt.

3000 v. Chr Jungsteinzeitliche Uferrandsiedlungen in Seemoos und Manzell.
1800 v. Chr Bronzezeitliche Siedlung
15 v. Chr. Römische Siedlung mit Gutshöfen bei den späteren Orten Löwental und Jettenhausen.
Um 400 Gründung von Alt-Buchhorn (entlang der heutigen Werastraße) durch die Alemannen.
838 Erste urkundliche Erwähnung von Buchhorn, mehrfache Nennung als Gerichtsort der Linzgaugrafen.
Um 1040 Niederlassung einer Linie des Bregenzer Grafenhauses in Buchhorn, Ausbau des Herrensitzes zur Burg.
Um 1085 Stiftung eines Frauenklosters in der Grafenburg
1089 Erlöschen des Buchhorner Grafenhauses; Übergang des Besitzes an die Ravensburger Welfen
1191 Nach dem Tod Welfs VI. fällt Buchhorn an die Hohenstaufer.
Vor 1215 Gründung einer neuen Marktsiedlung Buchhorn am Ostrand der Bucht durch die Staufer.
1215 Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Friedrich II.
1266 Alt-Buchhorn erscheint erstmals unter den neuen Namen „Hofen“ (zunächst für das Kloster) und „Dorf“.
1275 Bestätigung Buchhorns als Reichsstadt durch König Rudolf von Habsburg.

Friedrichshafen im Wandel bis 1700

1291 Buchhorn von Leuten des Konstanzer Bischofs überfallen und ausgeplündert.
1363 Verheerender Stadtbrand.
1419 Aufhebung des Frauenklosters Hofen durch Weingarten, nur die Stelle des Propstes bleibt erhalten.
1434 Deutsche Kaisekrone ist in Buchhorn in Verwahrung
1437 Die Stadt erwirbt das Recht, Todesurteile zu vollstrecken; dadurch völlige Reichsfreiheit.
1472 Kauf der benachbarten Herrschaft Eriskirch-Baumgarten
Um 1475 Die Umgebung von Buchhorn wird Teil der österreichischen Landvogtei Schwaben.
1488 Buchhorn wird Mitglied des „Schwäbischen Bundes“.
1529-32 Reformatorische Strömungen im Buchhorner Rat.
1594 Aufhebung der Propstei Hofen; Verselbständigung der Pfarrei Buchhorn.
1634 Viermonatige Besetzung der Stadt durch schwedische Soldaten
Ab 1695 Neubau einer barocken Klosteranlage in Hofen
Friedrichshafen von 1700 bis 1900

1702 Neueröffnung des Klosters als Weingartner Priorat.
1755 Abschluss eines Salzvertrags mit Bayern; bayer. Salz wird über Buchhorn in die Schweiz vertrieben
1761 Buchhorn hat 473, Hofen 246 Einwohner.
Buchhorn 17961802 Buchhorn fällt an Bayern, Ende der städtischen Herrschaft über Eriskirch
1803 Nassau tritt Hofen an Österreich ab.
1805 Österreich verliert alle Gebiete bis Tirol an Verbündete Frankreichs
1808 Ausbau des Landeplatzes Hofen durch Württemberg.
1810 Buchhorn wird württembergisch und Teil des Oberamts Tettnang.
1811 König Friedrich von Württemberg vereinigt Buchhorn mit Dorf und Kloster Hofen zu „Stadt und Schloss Friedrichshafen“
1812 Gründung der evangelischen Kirchengemeinde, die Schlosskirche wird ev. Pfarrkirche.
1824 Erste Fahrt des Dampfschiffes „Wilhelm“; Friedrichshafen wird Ausgangsort der Bodenseedampfschiffahrt.
1824-1828 Umbau des Schlosses (ehem. Kloster Hofen) zur Sommerresidenz des württembergischen Königshauses.
1837 Das Haus Württemberg erwirbt im Tausch vom Staat das Schloss und weiteren Grundbesitz in Friedrichshafen.
1847 Eröffnung der Bahnlinie Friedrichshafen–Ravensburg; danach Aufschwung des Fremdenverkehrs und des Badebetriebs.
1863 Eröffnung eines Kurmittelhauses.
1869 Aufnahme des Eisenbahnfährbetriebs nach Romanshorn.

Friedrichshafen 1901 bis 1920
Friedrichshafen 1921 bis 1938
Friedrichshafen während des 2. Weltkriegs
Im 2. Weltkrieg wurden große Teile unserer Stadt durch Bombenangriffe zerstört. Die Phase des Weideraufbaus prägten Firmen wie die ZF Friedrichshafen AG, die Motoren- und Turbinen Union Friedrichshafen GmbH, die Zeppelin GmbH und die Dornier-Gruppe.
Der Gegensatz könnte nicht krasser sein: während die Nachbarstädte vom Kriegstreiben fast gänzlich verschont blieben und weiterhin ihren beschaulichen Alltag genießen konnten, verwandelte sich Friedrichshafen in nur zwei Jahren in eine geisterhafte Wüsten- und Kraterlandschaft.
Friedrichshafen 1945 bis 1980
Friedrichshafen 1981 bis 2000
Friedrichshafen und das neue Jahrtausend

2000 Feier des Zeppelin-Jubiläums 100 Jahre Erstaufstieg LZ 1, Einweihung der Hafenmole nach der Sanierung
2001 Luftverkehrszulassung des Zeppelin NT, Einweihung des Brunnens auf dem Adenauerplatz
2002 Eröffnung Neue Messe
2003 Einweihung der neuen Musikschule
2004 Eröffnung der Sporthalle „Arena Friedrichshafen“
2006 Neues Landratsamtsgebäude und Medienhaus „k42“ fertig gestellt
2007 Friedrichshafen gewinnt den T-City-Wettbewerb der Deutschen Telekom AG

 
19. Jh.

  

20. Jh.
21. Jh.

Historische Ereignisse der Häfler Stadt- und Ortsteile: Kernstadt - Ailingen - Ettenkirch - Kluftern - Raderach


Ausgewählte historische Ereignisse